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under the same roof

Summary:

Als Penelope 14 ist, ändert sich ihr Leben für immer. Die finanziellen Sorgen ihres Vaters hat die Familie eingeholt und sie müssen ihr Haus in London verkaufen und nach Irland ziehen
Dank Colins Bemühungen erlaubt es Portia, dass ihre jüüngste Tochter bei den Bridgertons bleibt.

Zwei Jahre später kehrt Portia zurück, da ihre ältesten zwei Töchter, die von Lady Danbury gesponsert werden, vor der Königin präsentiert werden und stellt Penelope vor vollendete Tatsachen, dass auch sie, einen Monat vor ihrem 17. Geburtstag debutieren wird.

Und so beginnt Penelope zusammen mit Daphne ihre erste Saison unter den wchsamen Augen von Violet. Während sie versucht, ohne Vorbereitung in der Geselschaft zurecht zu kommen, ist Colin immer an ihrer Seite.

Aber dafür ist er nun Mal ihr bester Freund, der niemals mehr für sie fühlen kann. Oder doch?

Notes:

Nachdem ich einige Storys angefangen habe, bei denen ich entweder nicht weiter gekommen bin oder mit denen ich nicht zufrieden bin, habe ich mich dafür entschieden diese Story zu posten.

In dieser Geschichte gibt es keine Marina und keine Lady Whsitledown.

Wie wird sich die Beziehung zwischen Colin und Penelope entwickeln, wenn sie nicht nur auf den Bällen Zeit miteinander verbringen, ondern auch unter dem selben Dach leben?

Chapter 1: Prolog

Chapter Text

Prolog

 

Penelope Featherington war es gewohnt übersehen zu werden. Sie war ruhig und unauffällig, besonders im Vergleich zu ihren zwei älteren Schwestern. Und so passierte es häufig, dass die Leute um sie herum vergassen, dass sie überhaupt im Raum war. 

Auch wenn Penelope das oft verletzte, so hatte es auch Vorteile. 

Sie bekam oft Gespräche mit, die nicht für ihre Ohren bestimmt waren und dadurch verstand sie Sachen, die ihre Schwestern nicht verstanden.

Als sie und ihre Schwestern sich plötzlich eine Zofe teilen mussten, wusste sie genau, dass es nicht daran lag, das die zwei anderen gekündigt hatten, wie ihre Mutter behauptet hatte, sondern dass es ein Versuch ihres Vaters war weiter Geld zu sparen.

Zu oft hatte sie ihre Eltern über ihre finanzielle Situation diskutieren hören und sie wusste es war ein weiteres Zeichen dafür, wie schlecht die Situation wirklich war.

 

Aber trotz alledem war sie schockiert und überrascht, als sie an einem Samstagnachmittag zufällig ein weiteres Gespräch ihrer Eltern mit anhörte.

“Ich verstehe nicht, warum wir nicht einfach das Haus in Irland verkaufen können?”, ertönte die Stimme ihre Mutter durch die geschlossene Tür.

Sie hörte ihren Vater seufzen. “Portia, das Haus in Irland ist deutlich weniger wert als dieses hier. Außerdem ist das Leben hier teurer, als es in Irland sind. Selbst wenn wir für das Haus einen guten Preis kriegen würden, es würde nicht Mal bis zu Prudence Debüt reichen. Wenn wir es richtig anstellen, dann können wir in Irland ein würdevolles Leben führen!”   

 

Penelope spürte ihr Herz bis zum Hals schlagen. Niemals hatte sie auch nur darüber nachgedacht, dass die finanzielle Situation ihrer Familie so schlimm sein konnten, dass sie aus Mayfair wegziehen müssten. Sie spürte, wie die Tränen in ihre Augen stiegen. Sie wollte London nicht verlassen. In Irland würde sie alleine sein mit ihrer Familie. Sie würde keine Möglichkeit haben den gehässigen Kommentaren ihrer Schwestern und den kritischen Worten ihrer Mutter zu entfliehen, wie sie es hier konnte. In Irland gab es keine Eloise, keinen Colin und keine Lady Bridgerton, die sie aufmuntern würden und ihr zumindest für einige Augenblicke das Gefühl geben würden, dass sie es wert war geliebt zu werden.

Sie schloss ihre Augen und versuchte die Tränen zu unterdrücken, doch sie wusste sie würde erfolglos sein.


Also tat sie was sie immer tat, wenn sie die Traurigkeit überkam. Sie schlich sich aus dem Haus und überquerte die Strasse zum Bridgerton House. Ehe sie sich versah, fand sie sich im Garten des Hauses wieder. Der Erste, der sie entdeckte war der 17-Jährige Colin Bridgerton, der momentan für die Ferien aus Eton zurückgekommen war. 

Er warf einen Blick auf Penelopes Gesicht und wusste, dass etwas bei ihr zuhause passiert war. Ohne, dass sie etwas sagen musste stand er von seinem Platz unter dem Baum, wo er gesessen und gelesen hatte, auf, ging zu ihr hinüber und zog sie in seine Arme.

“Pen!”, flüsterte er. “Es ist in Ordnung. Was immer sie gesagt haben, es ist nicht wahr!”

Penelope spürte, wie sie zu weinen begann und sie konnte nicht sprechen. Sie legte ihren Kopf auf Colins Brust ab und lies ihren Tränen freien Lauf. Colin lies sie weinen und strich ihr beruhigend über den Rücken.

Als sie sich etwas beruhigt hatte, löste sie sich von ihm und suchte seinen Blick. “Wir ziehen nach Irland!”, flüsterte sie.

“Was?”, Colin sah sie fassungslos an. 

Penelope nickte bitter. “Ich habe meine Eltern zufällig gehört. Sie haben finanzielle Probleme. Mein Vater möchte unser Haus hier verkaufen und von dem Geld in unserem Anwesen in Irland leben!”

Colins Blick verfinsterte sich. 

Penelope senkte ihren Blick. “Ich weiß nicht, wie ich das überleben soll. Ganz alleine mit meiner Familie!”

“Sag das nicht!”, sagte Colin energisch und griff nach ihren Händen. “So etwas darfst du niemals sagen!”

Penelope antwortete nicht.

“Bitte Pen!”, seine Stimme zitterte. “Du darfst nicht Mal darüber nachdenken!”

Penelope sah auf und in die besorgten Augen ihres besten Freundes. Schließlich nickte sie leicht.

Colin zog sie erleichtert in seine Arme und drückte sie fest an sich. 

Penelope schloss die Augen und atmete seinen Geruch ein. Auch wenn ihr die Idee wegzuziehen immer noch Angst bereitete, konnte sie nicht anders. Hier in Colins Armen fühlte sie sich sicher und geliebt.

 

***

 

Die nächsten zwei Wochen waren schrecklich für Penelope. Als ihre Mutter ihr und ihren zwei Schwestern 3 Tage später eröffnet hatte, dass sie wegziehen würden, hatten sich ihre Schwestern aufgeregt. Gerade Prudence, die erwartet hatte, im nächsten Jahr vor der Königin debütieren zu dürfen, war enttäuscht und lies ihre Wut an Penelope aus.

Phillipa schien die Aussicht nach Irland zu ziehen nicht ganz so schrecklich zu finden wie ihre große Schwester, aber das hielt sie nicht davon ab sich Prudence anzuschließen, wenn immer sie Penelope hänselte.

Ihre Mutter und ihr Vater sprachen nur noch das nötigste miteinander und die Spannung zwischen den beiden war so stark, dass selbst Prudence und Phillipa sie bemerkten. 

 

Penelope verbrachte so viel Zeit, wie sie nur konnte im Bridgerton House. Die Stimmung bei ihr Zuhause war bald unerträglich für sie geworden. Sie hatte sich immer fremd in ihrer Familie gefühlt, aber je näher ihr Umzug rückte, desto schlimmer wurde es für sie. Ihre Mutter schien ihr nicht viel zu sagen zu haben. Meistens schien sie zu vergessen, dass sie überhaupt da war. Penelope musste gestehen, ihr war es lieber so. Aber sie wagte nicht zu hoffen, dass es in Irland so bleiben würde.

 

Um so überraschter war sie als ihre Zofe, am Abend zwei Tage bevor sie London verlassen würden, in ihr Zimmer kam und ihr ausrichtete, dass ihre Mutter sie im Salon erwartete.

Penelope legte ihr Buch zur Seite, richtete ihr Kleid und ging die Treppe zum Salon hinunter. Sie warf einen Blick auf die leeren Wände. Der Großteil der Dekorationen war entweder bereits eingepackt oder verkauft worden. 

Sie war so in Gedanken vertieft, dass sie die Anwesenheit von Lady Bridgerton erst bemerkte, als sie bereits drei Schritte im Salon war. Hastig knickste sie vor der älteren Dame, die sie mit einem Lächeln begrüßte.

“Penelope, meine Liebe. Komm, setz dich zu uns!”

Penelope warf ihrer Mutter einen kurzen Blick zu und wagte sich erst zu setzen, als ihre Mutter ihr zu nickte.

 

Lady Bridgerton sah ebenfalls zu ihrer Mutter hinüber, bevor sie zu Penelope zurück blickte. “Ich habe deine Mutter davon überzeugen können, dass du für die nächsten Jahre bei uns im Bridgerton House bleiben darfst. Du weißt wie große Schwierigkeiten Eloise hat sich mit anderen jungen Damen anzufreunden und wenn du nicht hier bist, weiß ich nicht wie ich sie jemals dazu bringen soll mit anderen Mädchen in eurem Alter zu sprechen!”

 

Penelope blinzelte und wusste nicht so Recht was sie sagen sollte. Eloise mochte stur sein, aber so schlimm wie ihre Mutter es darstellt, war sie dann doch nicht.

“Dafür, dass du im Bridgerton House bleibst, hat Lady Bridgerton zugestimmt sich darum zu kümmern, dass deine Schwestern in zwei Jahren von einer Lady in der Ton für eine Saison gesponsert werden und die Chance haben einen Ehemann zu finden!”, sagte ihre Mutter, offensichtlich zufrieden mit dem Deal, den sie mit Lady Bridgerton geschlossen hatte.

“Prudence wird ein Jahr länger warten müssen als geplannt, aber ich bin mir sicher, sie werden beide eine gute Partie machen. Meinen Sie nicht auch Lady Bridgerton?”

Die Viscountess lächelte Penelopes Mutter an. “Natürlich werden sie das!”

Penelope konnte den zweifelnden Unterton in ihrer Stimme hören, doch sie wusste, dass lag daran, dass sie sie so gut kannte. Ihre Mutter würde es mit Sicherheit nicht hören.

“Nun gut!”, sagte Portia und stand auf. “Ich habe noch einiges zu erledigen. Ich überlasse es Ihnen die Details mit Penelope zu besprechen!”

 

Violet stand auf und neigte ihren Kopf. “Natürlich, ich will Sie nicht länger aufhalten!”

Sie wartete,  bis ihre Mutter das Zimmer verlassen hatte, bevor sie sich wieder setzte. 

Penelope sah zu ihr hinüber. “Danke Lady Bridgerton!”, flüsterte sie und konnte nicht verhindern, dass ihr Tränen in die Augen stiegen.

Die ältere Frau nahm ihre Hände in ihre. “Du solltest dich bei Colin bedanken. Es war sein Vorschlag und er hat Anthony davon überzeugt, dass es eine gute Idee ist!”

Penelope schluckte und spürte wie sich eine Wärme in ihr ausbreitete, als sie an den dritten Bridgerton Sohn dachte. Sie wusste, was auch immer passieren würde, sie würde es ihm nie vergessen, was er für sie getan hatte.