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Characters:
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Language:
Deutsch
Series:
Part 1 of Hölzers Hintergedanken
Stats:
Published:
2023-09-03
Words:
4,978
Chapters:
1/1
Comments:
16
Kudos:
199
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5
Hits:
2,133

Hölzers Herrenbesuch

Summary:

„Ich bekomme aber am Wochenende öfter Besuch, da kann es schonmal etwas lauter werden”, hatte Leo gesagt, als er Adam sein drittes Zimmer angeboten hatte.

„Kein Problem”, hatte Adam geantwortet und an feucht-fröhliche Diskussionsrunden am Küchentisch oder kumpelhaft-kompetitive Mortal-Combat-Turniere auf dem Sofa gedacht.

Aber nicht an das hier. Definitiv nicht an das hier.

Die, in der Leo Damenbesuch bekommt, bis er Herrenbesuch bekommt. Und dann gar keinen Besuch mehr.

Notes:

Wird Zeit, dass der gute Schürk mal Gesellschaft bekommt! <3
Aber erstmal hat der Hölzer Gesellschaft, die dem Schürk so gar nicht passt ;)

Ich danke Bonnie und Stabby fürs Anfeuern <3
Und Danke an carmenta für Bon Jovi :D
Euch allen viel Spaß beim Lesen!

~~ Die einzelnen Fics dieser Reihe haben nichts miteinander zu tun und können in jeder erdenklichen Reihenfolge gelesen werden. ~~

(See the end of the work for more notes.)

Work Text:

 

„Ich bekomme aber am Wochenende öfter Besuch, da kann es schonmal etwas lauter werden”, hatte Leo gesagt, als er Adam sein drittes Zimmer angeboten hatte.

„Kein Problem”, hatte Adam geantwortet und an feucht-fröhliche Diskussionsrunden am Küchentisch oder kumpelhaft-kompetitive Mortal-Kombat-Turniere auf dem Sofa gedacht.

Aber nicht an das hier. Definitiv nicht an das hier.

Er dreht sich im Bett um, zieht das Kissen mit sich und drückt es sich über die Ohren, versucht, die Geräusche aus dem Nachbarzimmer mit dem Rascheln der Bettwäsche zu übertönen. Aber es ist fruchtlos. Wenn ihn nicht das gelegentliche Quietschen von Leos Bettgestell wachhalten würde, dann das fast konstante Quietschen seiner heutigen Partnerin - und wenn nicht das, dann das brennende Gefühl in seiner Brust, das ihn immer beschleicht, wenn Leo wieder jemanden mit nach Hause bringt und seinen Spaß hat.

Er rafft sich auf, als die Geräusche langsamer, langgezogener und intensiver werden. Etwas in seinem Magen zieht sich zusammen. Er schwingt seine Beine über die Bettkante, bleibt noch einen Moment sitzen und starrt auf den Boden von Leos Gästezimmer, das - da braucht er niemandem etwas vormachen - immer mehr zu seinem Zimmer wird. Von den mehr oder weniger ordentlich weggehängten Klamotten bis hin zum Kram auf der Kommode. So heimisch ist er seit Jahren nicht mehr in so kurzer Zeit geworden. Vermutlich noch nie.

Seine Gedanken werden von einem halblauten Schrei aus Leos Zimmer unterbrochen. Es hört sich ganz so an, als würde Leos Partnerin dem Orgasmus immer näher kommen. Die Stöße werden offensichtlich wieder schneller, sie wird lauter, bis - nichts. Nur ein Stöhnen, das irgendwo zwischen ungläubig und frustriert rangiert.

Leo lässt sie nicht.

Adam beißt die Zähne zusammen und ignoriert das Kribbeln in seinem Unterleib.

Nach einigen Momenten setzen die rhythmischen Geräusche wieder ein und die Laute, die Leos Partnerin ausstößt, werden schnell wieder höher, verzweifelter, ungeduldiger. Nur ganz dumpf kann Adam Leos Stimme hören. Er spricht leise, sanft, ja fast beruhigend. Verständnisvoll, und doch gibt er nicht nach.

Adam steht auf und greift nach seinen Zigaretten. Er reibt sich gedankenverloren durch seine Schlafhose über seinen anschwellenden Schwanz und lässt seine Hand sofort wieder fallen, als ihm die Bewegung bewusst wird. Leo beim Sex zuzuhören - das ist die eine Sache, auf die Adam noch nicht mal besonders viel Einfluss hat. Aber davon geil werden, sich darauf einen runterholen - niemals.

Das würde er Leo nicht antun wollen - und sich selbst auch nicht.

Nicht, dass sich nicht Versatzstücke von Leos Eskapaden unter Adams mentalen Wichsvorlagen befinden würden. Mehr als einmal hat er sich vorgestellt, in der Position von Leos jeweiliger Partnerin zu sein. So gefickt zu werden, dass er gar nicht anders kann, als solche Laute auszustoßen. Natürlich nicht von Leo, bloß nicht von Leo. Diesen Gedanken hat er so weit von sich geschoben, wie es nur ging, sich einen gesichtslosen Mann vorgestellt, der doch in den unvorsichtigen Momenten vor Adams Orgasmus nur zu deutlich Leos Züge und vor allem seine Stimme entwickelte.

Die Befriedigung des Höhepunkts wurde daraufhin nur zu schnell von einem nagenden Gefühl ersetzt, dass ihn noch Ewigkeiten danach an die Decke starren ließ.

 


 

In aller Regel kann Adam gut mit Leo zusammenleben. Selbst Leos Wochenend-Gäste erträgt er stoisch, denn auch wenn die Damen (meistens eine nach der anderen, hin und wieder aber auch zwei zusammen) zum Frühstück bleiben, ist er es, dem Leo Kaffee nachschenkt und ihn fragt, was sie an diesem Tag zusammen machen wollen, sobald sie wieder allein sind.

So auch heute.

Adam nimmt seine Tasse in beide Hände, streckt seine Beine aus, so dass seine nackten Füße unter Leos Stuhl ihren Platz finden. Er seufzt. Sein eigenes Herz einmal außen vor - denn er hat sich schon lange damit abgefunden, dass Leo eben nunmal auf Frauen steht und er keine Frau ist, er also den sexuellen Aspekt von Leos Bedürfnissen niemals wird erfüllen können - tut es ihm auf einer ganz rationalen Ebene weh, dass Leo niemanden hat, niemanden in sein Leben oder sein Herz lässt, mit dem er sowohl Freitagnacht als auch Samstagmittag verbringen möchte.

Er seufzt erneut. „Sorry, ich hab nicht so viel geschlafen diese Nacht, ich würde gerne ruhig machen.”

„Oh”, antwortet Leo.

Nur dieser eine Laut und er schaut Adam so bedröppelt an, dass dieser sich zu einem Lächeln zwingt. Er stupst mit seinem großen Zeh an Leos Wade. „Ist schon okay. Hauptsache, du hast deinen Spaß.”

Leo schluckt. „Ja.. meinen Spaß. Hauptsache, ich hab meinen Spaß.”

„Genau. Und wir müssen noch nichtmal einkaufen. Perfekt für einen Tag auf dem Sofa.”

Leo nickt und wenig später sitzen sie gemeinsam im Wohnzimmer. Adam hat ein Buch von sei- von Leos Gästezimmer-Nachttisch mitgebracht, in das er aber kaum einen Blick wirft. Lieber sieht er Leo dabei zu, wie der irgendein Spiel zockt, die Füße auf dem Couchtisch übereinandergeschlagen und bei schwierigen Abschnitten die Zunge konzentriert zwischen die Lippen geschoben.

Adam wiederum schiebt den Gedanken an diese Lippen und diese Zunge und was er gerne damit machen würde vehement zur Seite.

Irgendwann geht Adam duschen, irgendwann geht Leo joggen und danach duschen, irgendwann machen sie sich etwas zu essen, aber immer wieder landen sie in den unterschiedlichsten Positionen zusammen auf dem Sofa. Zuletzt schauen sie sich ein paar Folgen ihrer aktuellen Serie an, aber Adam kann sich kaum auf die Handlung konzentrieren. Seine ganze Aufmerksamkeit gilt der Stelle, an der sich Leos Fuß unter seinen Oberschenkel schiebt.

Er schließt die Augen, versucht, sein klopfendes Herz zu beruhigen. Es ist nichts. Leo berührt ihn ständig, aber es ist Adam absolut klar, dass das nichts zu bedeuten hat. Dass dahinter Zuneigung liegt, ja, aber kein Verlangen. Dass es nicht mal die Möglichkeit gäbe, dass dort Verlangen läge. Und eigentlich ist das ein tröstlicher Gedanke, dass es nicht an Adam liegt, sondern an der beschissenen Fügung dieses kack Universums, dass der Kerl, der die scheiß Liebe seines scheiß Lebens ist, eine fucking Hete ist.

Und doch kann er sich nicht davon abhalten, seine Hand von seinem eigenen Schoß nach unten rutschen zu lassen, so dass sie auf Leos Knöchel zu liegen kommt. Nur leicht, wie zufällig, und er wagt es kaum zu atmen, hält sich mit aller Macht davon ab, mit seinem Daumen über Leos Haut zu streichen, dort, wo seine Jogginghose hochgerutscht ist. Als Leo sich nach einigen stillen Momenten bewegt, streifen Adams Finger dennoch über Leos nackte Haut und Leo zieht die Luft ein. Adam zieht augenblicklich seine Hand zurück. Spürt wie einen Phantomschmerz noch Leos Härchen unter seinen Fingern.

Wenig später beginnt Leo, unruhig zu werden. Er angelt sich sein Handy vom Couchtisch, drückt darauf herum, verändert seine Sitzposition, so dass er Adam nicht mehr ansatzweise berührt, schaut erneut auf sein Handy. Adam kennt diese Anzeichen, und atmet resigniert aus. Er hatte darauf gehofft, dass sie den Abend verbringen, wie sie den Tag verbracht haben. Dass sie sich vielleicht sogar im Schutz der Müdigkeit weiter auf dem Sofa ausbreiten, so, dass ihre Beine sich verschränken, oder, wie es ein, zwei Mal schon vorgekommen ist, dass einer von ihnen den Kopf auf die Schulter des anderen sinken lässt. Einmal ist Leo so an ihn gekuschelt (er kann es nicht anders sagen) eingeschlafen, und Adam hat sich zwei Stunden Wiederholungen von Rote Rosen angeschaut, weil er nicht an die Fernbedienung kam und sich auf gar keinen Fall bewegen wollte.

Aber wie erwartet steht Leo nach wenigen ausgetauschten Nachrichten mit einer vermutlich sehr schönen und sehr willigen Frau auf und lässt Adam alleine auf dem Sofa zurück. Er verschwindet in seinem Zimmer und taucht wenig später wieder auf, geht auf direktem Weg zur Wohnungstür. Adam sieht nicht hoch, tut so, als sei sein Blick unglaublich gefesselt von den Nacktschnecken auf dem Fernseher. Den Fehler, Leo in seinem Aufreißer-Outfit hinterherzustarren, wird er nicht noch einmal machen.

„Ich bin unterwegs, warte nicht auf mich!”, ruft Leo noch, dann ist er im Treppenhaus verschwunden und Adam lässt mit einem Stöhnen seinen Kopf gegen die Rückenlehne zurückfallen.

Natürlich wartet er. Seitdem er nach Saarbrücken zurückgekehrt ist, schläft er am besten, wenn er weiß, dass Leo ebenfalls sicher zu Hause ist. Und seitdem er mit Leo zusa- bei Leo wohnt, schläft er am besten, wenn er weiß, dass Leo warm und zufrieden im Nachbarzimmer liegt. Und wenn er gar nichts darüber weiß, wo Leo ist und mit wem er sich trifft, dann kann er gleich dreimal nicht schlafen.

Das Rasseln des Schlüsselbundes und Klicken der Wohnungstür lassen ihn also erleichtert aufatmen und tiefer in seine Kissen sinken, bis er eine leise Stimme und Leos ebenso leises, aber energisches „Sssshhh!” hört. Leo hat wieder einen Gast mitgebracht. Irgendetwas kommt Adam komisch an den Geräuschen aus der Wohnung vor, aber er kann seinen Finger nicht darauf legen, ist vermutlich doch schon zu müde dafür.

Er verfolgt vor seinem inneren Auge den Weg der beiden von der Garderobe in die Küche und in Leos Zimmer. Als die Tür sich hinter Leo und seiner Begleitung schließt, ist zunächst für ein paar Minuten Ruhe.

Vermutlich knutschen sie, denkt Adam mit einem Augenrollen. Er versucht, nicht weiter darüber nachzudenken, wie Zähne über Lippen gleiten, Hände unter T-Shirts schlüpfen, Oberschenkel zwischen Beine geschoben werden. Er dreht sich auf die andere Seite, drückt sich tiefer in die Kissen, und hofft, einzuschlafen, bevor es drüben wieder laut wird.

Die Hoffnung ist vergebens, wie so oft. Schon nach kurzer Zeit beginnt Leos Bett, rhythmisch gegen die Wand zu stoßen und Leo stöhnt.

Nein. Nicht Leo.

Adam hält die Luft an, liegt so still wie möglich und wartet auf ein erneutes Stöhnen.

Als es ertönt, setzt er sich mit einem Ruck auf. Da stöhnt ein Mann, aber es ist nicht Leo. Was bedeutet…

Was bedeutet…

Adam blinzelt in das halbdunkle Zimmer hinein, beobachtet wie von fern, wie sein Hirn durch eine Million verschiedener Szenarien skippt, bevor es immer wieder unweigerlich bei der einzig logischen Erklärung hängenbleibt: Leo hat einen Mann mit nach Hause gebracht. Leo ist mit einem Mann im Bett.

Leo steht auch auf Männer.

Aber nicht auf Adam.

Adams Hände krallen sich in die Bettdecke, als es noch dunkler wird vor seinen Augen, als er das Blut in seinen Ohren rauschen hört und es sich anfühlt, als würde sein Magen sich umdrehen.

Halb blind tastet er nach seinen Kippen, lässt beinahe sein Feuerzeug fallen, während er aus seinem Zimmer und durch die Küche auf den Balkon flieht. Die kühle Nachtluft ist eine Wohltat auf seiner heißen Haut, aber sie kann die Hitze, die sich in seinem Bauch sammelt, nicht bekämpfen. Adam lehnt sich mit dem Rücken an das Geländer, zündet sich mit zitternden Fingern eine Zigarette an. Er saugt den Rauch ein, als bräuchte er ihn dringender als Sauerstoff, und doch kann er erst wieder wirklich atmen, als er eine geraume Zeit später die Wohnungstür ins Schloss fallen hört.

Selbst dann kann er sich nur schwer aufraffen, hat das Gefühl, sein Herz ist so schwer, dass es ihn hinunterzieht.

Es ändert nichts und doch ändert es alles. So abgedroschen das klingt.

Adam seufzt. Er dreht die Hand und schaut der Glut seiner Zigarette beim Sterben zu. Es ändert nichts. Rein gar nichts. Und das muss er einsehen, besser früher als später.

Er drückt seine Kippe auf dem Geländer aus, sammelt die anderen Stummel, die dort liegen, ein und legt sie in den Ascher auf dem Tisch, dann schleicht er sich zurück in sein Bett.

Einschlafen kann er trotzdem nicht.

 


 

Leos nächtlicher Gast ist nicht zum Frühstück geblieben. Adam wusste das, er hatte die Tür in der Nacht gehört, und trotzdem macht sich ein Kribbeln der Erleichterung in ihm breit, als er spät am nächsten Morgen in die Küche tappst und Leo alleine am Frühstückstisch sitzen sieht.

Irgendwann in den kalten Stunden der Nacht ist Adam eingeschlafen, und das letzte, woran er sich erinnert, ist dass er sich selbst das Versprechen gegeben hat, seine Freundschaft mit Leo nicht zu versauen. Nicht nur, weil er alles mit Leo teilen möchte, was er kann.

Er kann sich arrangieren, er hat sich immer schon arrangiert.

Und trotzdem erkennt Leo mit einem Blick, dass etwas nicht stimmt. Noch bevor er ‚Guten Morgen’ sagt, sagt er „Adam, was ist los.”

Adam schüttelt den Kopf. Ob es ein ‚Nein, nichts’ oder ein ‚Nein, ich will nicht darüber reden’ sein soll, weiß er selbst nicht.

Leo spannt sich an, schiebt seinen Stuhl ein Stück zurück und sieht aus, als wolle er aufspringen.

„Adam. Sprich mit mir. Was. Ist. Los.”

Adam muss wie ausgekotzte Scheiße aussehen, wenn er Leo so in Alarmbereitschaft versetzt. Und sie hatten sich das Versprechen gegeben, irgendwann in einem Halbsatz, in einem Gespräch, das sie nicht so richtig geführt haben - obwohl sie beide wussten, dass sie es hätten führen sollen - dass sie sich nichts mehr verheimlichen werden.

Also lässt Adam sich auf seinen Stuhl gegenüber von Leo sinken und holt Luft - augenblicklich entspannt sich Leo vor ihm. „Du hattest… einen-”

Leo sieht ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an. „Einen?”

„Du hattest einen Kerl hier?”

Leo zuckt die Schultern, sieht völlig unbeeindruckt aus, als wäre es total normal, dass er Adam mal eben ohne Vorwarnung innerhalb einer Nacht das Herz bricht. „Ja? Ist doch… oh. Oh, du wusstest nicht, dass…” Leo atmet tief ein und wird gefühlt fünf Zentimeter größer, mit geradem Rücken und breiten Schultern. „Das ist doch kein Problem für dich, oder?”

Adam ist fast geneigt, Leo ein trotziges „Doch!” entgegenzuwerfen. Auch wenn es aus ganz anderen Gründen ein Problem für ihn ist, als Leo das gerade scheinbar vermutet. Und das ist doch absurd, Leo weiß doch, dass- weiß Leo das?

„Adam?” Adam blinzelt und sieht Leo an, der dasitzt mit hängenden Schultern, mit großen Augen und auf seiner Unterlippe kaut, seinen Müslilöffel vergessen in der Hand. „Bitte sag was.” Leos Stimme ist klein, so klein, und das ist schlimmer als alles andere.

„Warum-” Adam muss sich erneut räuspern, kann seine Gedanken nur schwer in Worte fassen. Vielleicht braucht er noch eine Stunde mit einer Zigarette auf dem Balkon, aber wenn er Leo anschaut, auf dessen Gesicht langsam Enttäuschung und Wut miteinander streiten, dann wird er sich die kaum nehmen können.

Und vielleicht, vielleicht sagt eine kleine Stimme in seinem Kopf auch, dass, wenn Leo gar nichts von Adam weiß, ebenso nichts geahnt hat, davon, dass Männer eine Option für ihn sind… wenn er ihn immer nur mit Frauen und nur als Verhörmethode hat flirten sehen, selbst wenn Adam nie jemanden mitgebracht hat… vielleicht.

Vielleicht.

Adam schluckt. Sieht Leo fest in die Augen. „Warum sollte das ein Problem für mich sein, Leo? Ich bin schwul.”

Leos Löffel fällt klappernd in seine Schüssel und verteilt Milchspritzer auf dem Küchentisch. „Du bist was?”

„Schwul.”

Leos Augen werden noch runder, sein Blick huscht über Adams Gesicht, als würde er darin etwas suchen. Adam hofft, dass er etwas Gutes findet. Etwas, das sie weiterbringt. Aber dann fragt Leo tonlos: „Warum?”

Es ist absurd, wie so Vieles in den letzten zwölf Stunden, und Adam kann nichts dagegen tun, dass sein Mundwinkel nach oben zuckt. „Warum ich schwul bin?” Er grinst. „Vermutlich, weil ich so gut Schwänze lutschen kann. Wäre ja eine Schande, dieses Talent ungenutzt zu lassen.”

Leos Mund steht offen, und eine ganz leichte Röte breitet sich auf seinen Wangen aus. „Adam, du- ich- Ich meinte, warum ich davon nichts weiß, du Blödmann!”

Adam will aufbrausen, will Leo im Gegenzug fragen, warum er nicht weiß, dass Leo bi ist, oder pan, oder wasauchimmer, aber er ahnt, dass das nur in gegenseitigen Vorwürfen und Streit enden würde. Er seufzt innerlich, rafft seinen Charme zusammen und sagt mit einem übertriebenen Grinsen: „Damit du nicht in konstantem Verlangen danach leiden musst, zu erfahren, ob ich Recht habe.”

„Recht… damit, dass du so gut… Schwänze lutschst?” Leos Blick springt von seinen Augen zu seinen Lippen und wieder zurück. Er leckt sich selbst über die Lippen. Oh. Oh.

Adam lehnt sich zurück, lässt die Beine auseinanderfallen. Was immer das hier wird, mit Leo dumme Witze machen, das kann er. „Exakt, Baby. Ich bin der Beste.” Es tut ein bisschen weh, Leo aus Spaß ‚Baby’ zu nennen, wenn er es doch so gerne in einem anderen Zusammenhang tun würde und ihm eigentlich überhaupt nicht zum Scherzen zumute ist, aber er hofft, dass es die Situation entspannt.

Leos Kiefer klappt nach unten, und nein, das ist kein Gedanke, dem Adam jetzt nachgehen will. Unmerklich schüttelt Leo den Kopf und Adams Grinsen wird breiter.

„Du glaubst mir nicht?” Ist es merkwürdig, mit Leo über seine Fähigkeiten im Bett zu sprechen? Möglicherweise. Aber anders kommt er aus dieser Situation kaum raus, als mit ein paar anzüglichen Scherzen, die doch mit einer guten Prise Wahrheit gewürzt sind. Adam weiß, dass er gut ist. Und er weiß, dass er Leo das zu gerne demonstrieren würde… in einem anderen Universum.

Leo blinzelt nur. Alle Wut ist aus seinem Gesicht verschwunden, er wirkt ehrlich überrascht, überrumpelt und …interessiert?

Ein Funke Hoffung entzündet sich in Adams Brust und er atmet schnell ein. Selbst wenn es ein Spiel sein sollte, etwas, das nie Früchte trägt, damit hat er sich abgefunden. Und doch wittert er seine Chance. Leo ist nicht sauer, und wenn Leo das alles lustig fände, dann hätte er gelacht, oder?

Adam lässt sein Grinsen kippen, es wird zu einem einzelnen hochgezogenen Mundwinkel. Sein Gesicht hat das Flirten wohl glücklicherweise noch nicht verlernt. Er lässt seine Stimme einen Hauch tiefer werden, sieht Leo direkt in die Augen. „Soll ich’s dir zeigen?”

Leo klappt seinen Mund zu und schluckt angestrengt. Er greift nach seinem Kaffee, verfehlt die Tasse knapp und stößt mit den Fingerknöcheln dagegen. Zu den Milchtropfen auf dem Tisch gesellen sich Kaffeespritzer. „Fuck.”

Bringt er hier Leo tatsächlich aus der Fassung? Mit ein paar anzüglichen Sprüchen, ein bisschen Flirten? „Na, schon erst blasen und dann ficken, oder?”

Leo starrt ihn weiterhin an, irgendetwas in seinem Gesicht zuckt.

„Leo? Alles klar?” Ist er doch zu weit gegangen? Verdammt, endlich hatte sich der Knoten in seiner Brust gelöst, da bringt er Leo in eine unangenehme Situation, er kann auch einfach nicht-

„Meinst du das ernst?” Leo stößt die Frage so schnell mit seinem Atemzug aus, dass Adam einen Moment braucht, bis er die Bedeutung versteht.

„Was?”

Leo schluckt und windet sich förmlich auf seinem Stuhl. Adam würde ihn sich lieber in einer anderen Lage winden sehen. „Dass du… also… dass…” Leo schüttelt den Kopf und streicht sich mit der flachen Hand durch die Haare, schaut Adam halb von der Seite an und muss lachen. „Ernsthaft, Schürk, du dropst hier mal eben so, dass du schwul bist und bietest sofort an, mir einen zu blasen, weil du das so gut kannst? Weil man das erlebt haben muss? Und du glaubst, dass ich mich da nicht verarscht fühle?” Er wird ein wenig rot um die Wangen.

Oh. „Nein, Leo, ich meinte das ernst. Ich bin schwul. Ich weiß das…” …seit dem Tag, an dem du Caro ihre Kuschelrock-CD geklaut und sie mir im Baumhaus vorgespielt hast. Seitdem ich Bon Jovi hasse, weil mich jedes ihrer Lieder an dich erinnert… „... schon lange. Darüber mache ich keine Scherze.”

„Darüber nicht. Okay.”

Darüber nicht. Adam spürt es in seiner Brust kribbeln. Das Kribbeln steigt bis in sein Gesicht und er reibt sich mit der Hand über Wange und Nase. Kann Leo für einen Moment nicht ansehen. „Auch über den Rest nicht.”

„Du würdest mir einen blasen? Einfach so.”

Scheiße. Natürlich nicht ‚einfach so’. Oder doch. Natürlich einfach so. Was immer Leo will.

Fuck.

„Wenn du das willst.” Verarscht Leo jetzt ihn?

„Und wenn ich das will, willst du das dann auch?”, fragt Leo.

Fuck. Fuckfuckfuck.

Bevor Adam weiter nachdenken und feststellen kann, dass das eine herausragend beschissene Idee ist, rutscht er von seinem Stuhl herunter und kniet sich daneben. Er sieht zu Leo hoch, und das Kribbeln wandert in seinen Schoß. „Ja.” Ohne sein Zutun ist seine Stimme dunkel geworden, rauchig.

„Scheiße, Adam.” Leo steht so schnell auf, dass er gegen den Tisch stößt und vermutlich noch mehr Milch und Kaffee darauf verteilt. Adam sieht es nicht, starrt nur wie gebannt zu Leo hinauf, der mit schnellen Schritten um den Tisch herum und bei Adam ist.

Als er vor ihm steht, zögert er kurz. Ihre Blicke treffen sich. Leos Pupillen sind weit.

Leo streckt die linke Hand nach ihm aus, lässt sie neben seinem Gesicht schweben. Adam hat das Gefühl, die Wärme von Leos Hand auf seiner Haut zu spüren, aber Leo zögert immer noch. „Darf ich?”, fragt er atemlos.

Statt einer Antwort lehnt Adam seinen Kopf in Leos Hand. Sie seufzen beide gleichzeitig auf. Leos Fingerspitzen zucken gegen seine Kopfhaut, rutschen tiefer zwischen seine Haare, bis er Adams Kopf leicht nach hinten zieht. Kaum folgt Adam der Bewegung, beugt Leo sich zu ihm herunter.

Er verharrt wenige Zentimeter vor Adams Gesicht. Adam spürt seinen Atem warm auf seinem Gesicht, als Leos Blick wieder von seinen Augen zu seinem Mund wandert. „Sag, dass du das nicht willst.”

„Auf keinen Fall.”

Leos gemurmeltes „Gut” geht unter, als ihre Lippen sich treffen.

Der Kuss ist nicht sanft, so wie Adam sich ihren ersten Kuss vielleicht ausgemalt hätte, er ist nicht vorsichtig und zögernd, wie es diese Situation vielleicht denken lassen würde, nein, er ist fordernd und hungrig.

Leo tritt noch ein wenig näher, legt seine andere Hand auf Adams Schulter, will ihn in Position schieben. Will die Führung übernehmen, so wie er immer die Führung übernimmt und seine eigene Befriedigung hintanstellt, selbst bei One Night Stands, soviel hat Adam mittlerweile gelernt.

Aber nicht dieses Mal.

Adam packt Leo an der Hüfte, seufzt, als er Leos Hüftknochen durch den Stoff seiner Schlafshorts spürt. Er reibt seine Daumen darüber, hakt sie in den Bund der Shorts ein und zieht ihn ein Stück hinunter. Leo stöhnt in seinen Mund, als er seine Daumen auf die nackte Haut über den Knochen presst.

Der Laut und das Gefühl von Leos zuckenden Fingern auf seiner Kopfhaut und nicht zuletzt das Gefühl von Leos warmer Haut unter seinen Fingern wandern direkt in seinen Schwanz.

Das hier passiert wirklich, denkt er noch, bevor er die Gelegenheit ergreift und sie beide umdreht, Leo zu seinem leeren Stuhl bugsiert und ihn daraufsetzt. Ihr Kuss löst sich und Adam lehnt sich etwas zurück. Leo sieht mit glasigen Augen und roten Wangen auf ihn herab, den Mund immer noch geöffnet und die Lippen rot und feucht.

Adam könnte sich in diesem Anblick verlieren, aber er bemüht sich, Herr seiner Sinne zu bleiben, seine eigene pulsierende Erektion zu ignorieren und sich ganz auf die Beule zu konzentrieren, die sich unter Leos Shorts abzeichnet.

Er hakt erneut seine Daumen in den Bund. Bevor er ihn herunterzieht, sieht er Leo in die Augen. „Sag, dass du-”

Leo unterbricht ihn. „Mach weiter.” Adam sieht ihn an, sein Mundwinkel zuckt. „Bitte.”

Adam atmet aus und zieht Leos Shorts mitsamt der Unterhose herunter. Leos Schwanz ist fast prall, dunkel durchblutet, die Vorhaut schon etwas von seiner Spitze zurückgezogen, und Adam läuft das Wasser im Mund zusammen. Er muss schlucken, leckt sich über die Lippen und hört Leo über ihm seufzen. Er zieht die Hose ein Stück hinunter und klemmt das Bündchen unter Leos Eier, die sich ihm so entgegenwölben. Sie sind glattrasiert und fühlen sich samtig unter seiner Zunge an, als er den Kopf schließlich senkt und darüberleckt.

Leo stößt einen Fluch aus und seine Hand findet den Weg zurück in Adams Haare. „Okay, okay”, flüstert er, scheinbar mehr zu sich selbst als zu Adam, aber Adam interpretiert es dennoch als Zeichen dafür, weiterzumachen. Er leckt mit breiter Zunge über Leos Eier nach oben, über seinen mittlerweile komplett harten Schwanz bis fast hinauf zu seiner Spitze, spielt mit der Zunge an ihrem unteren Rand und wandert wieder hinunter zu Leos Eiern, knabbert mit sanften Zähnen an der empfindlich Haut.

Leo rutscht unruhig auf dem Stuhl herum, seine Atmung lauter und schneller, genau so, wie Adam sich das noch vor Kurzem ausgemalt hat. Seine Finger reiben gegen Adams Kopfhaut und er kann förmlich spüren, wie Leo sich zurückhält, seinen Kopf dahin zu führen, wo er ihn haben will. Aber das weiß Adam auch so.

Wieder leckt er die Länge entlang nach oben, lässt seine Zunge nur Millimeter von der Spitze entfernt verharren und sieht zu Leo auf. Leo blickt mit weiten Augen auf ihn hinunter, seine Brust hebt und senkt sich schnell und unregelmäßig. Adam will bei dem Anblick stöhnen und Leo schlucken, aber es geht hier gerade nicht um ihn, sondern um Leo. Und er hofft, um noch viel mehr.

„Hab ich zu viel versprochen?”, fragt er mit einem mokanten Zwinkern, und Leo zuckt, als Adams Lippen dabei seine bereits feuchte Spitze berühren.

Bevor Leo antworten kann, legt Adam tatsächlich seine Lippen um Leos Schwanz, nimmt ihn so tief er es auf Anhieb kann. Leo zuckt unter ihm, stöhnt etwas Unverständliches, Lautes, das verdammt nach Adams Namen klingt und Adam eine Hand in seinen Schritt pressen lässt.

Leo greift fester in seine Haare und Adam hört Besteck und Geschirr auf dem Frühstückstisch aneinanderklirren, als Leo dort offensichtlich mit seiner anderen Hand Halt sucht. Unter seinen Händen an Leos Hüfte spürt er, wie Leo sich anspannt, wie er darum kämpft, stillzusitzen. Es ist unglaublich, welche Wärme, aber auch welchen Stolz das in Adam auslöst. Und das tiefgehende Verlangen, es gut für Leo zu machen, es besser zu machen als alle seine Eroberungen der letzten Wochenenden. Er leckt über Leos Spitze, sammelt die bitteren Tropfen auf seiner Zunge und schluckt sie genüsslich, was ihm einen erneuten Fluch von Leo einbringt.

Davon befeuert, probiert Adam alles aus, was bei seinen früheren Partnern gut angekommen ist. Er leckt, er saugt, er reibt mit dem Daumen über Leos Leiste, streicht über seine Eier, fährt an seinem Bauch hoch unter sein T-Shirt und reibt seine Nippel zwischen Daumen und Zeigefinger, horcht auf Leos Reaktionen und wiederholt dementsprechend das, was Leo scheinbar mag.

Leos Hand liegt an seinem Hinterkopf, in einer Mischung aus Festhalten und Führen, auch wenn Adam dem unmissverständlichen ‚Schneller’ und ‚Tiefer’ nicht immer nachgibt, oder wenn, dann nur solange, bis Leo sich windet und sein Atmen eine verzweifelte Note bekommt.

Adams Knie schmerzen auf dem harten Fliesenboden, sein Kiefer protestiert gegen die ungewohnte Beanspruchung, sein Schwanz ist hart und fordert Aufmerksamkeit, aber er konzentriert sich nur auf Leos Reaktionen, die ihm zeigen, ja, er hat es nicht verlernt und er kennt Leo gut genug - und bei diesem Gedanken wird ihm ein wenig schwindelig - dass er es ihm nicht nur gut, sondern geradezu herausragend besorgen kann.

Als Leos Oberschenkel zu zittern beginnen, schaut Adam erneut zu ihm auf. Leo sieht auf Adam hinab, aber seine Augen sind unfokussiert und halbgeschlossen, sein Mund hängt offen, bringt nicht viel mehr als „Ah- Ah- Ah-” hervor und seine Haut ist von einer Röte überzogen, die sich von seinen Wangen bis in den Ausschnitt seines T-Shirts erstreckt.

Adam saugt erneut an Leos Schwanz, Leos Augen werden für einen Moment klarer und als ihre Blicke sich treffen, greift Leo so fest in Adams Haare, dass es fast wehtut, ein Gefühl, dass sofort in seinen Schwanz fährt, das er aber ignoriert, weil Leo in diesem Moment die Augen verengt und aufschreit, noch bevor sein Schwanz zwischen Adams Lippen zu pulsieren beginnt und er sich in Adams Mund ergießt.

Adam schluckt, während Leo über ihm zuckt und flucht und sich langsam mit leichtem Zittern von Adam löst. Je entspannter Leo wird, desto stärker spürt Adam seine eigene Anspannung. Fast ohne sein Zutun wandert seine rechte Hand an Leos Oberschenkel entlang zu seinem eigenen Schritt, aber bevor er seinen Schwanz erreicht, hält er inne, obwohl es ihn mehr Selbstbeherrschung als alles andere kostet, aufgegeilt durch Leos Anblick und seine Geräusche, durch den Geschmack in seinem Mund, nicht in seine Hand zu stoßen und in wenigen Augenblicken zu kommen. Aber… er weiß immer noch nicht, ob dies nicht eine einmalige Gelegenheit ist, ob er nicht genau so ein netter Fick ist wie all die anderen, und er versucht, den Gedanken zur Seite zu drängen, zu genießen, was er gerade bekommt. Und davon will er alles.

Er schluckt erneut, schiebt seine jetzt unruhigen Hüften näher an Leo, der langsam wieder ruhiger atmet. Er räuspert sich, traut seiner Stimme kaum, und tatsächlich ist sie so rauh und dunkel, als hätte er selbst gerade geschrien. „Leo, fuck, machst du’s mir?”

Unmissverständlich drängt er sich jetzt an Leo, scheiße, er würde sich an Leos Schienbein reiben bis er kommt, wenn es das einzige wäre, das Leo zulassen würde - und allein die Vorstellung, es sich an Leos Bein selbst zu besorgen, lässt seinen schweren Schwanz pulsieren.

Gerade zieht Adam es ernsthaft in Erwägung, da regt Leo sich, streicht ihm mit einer Hand über die Wange und lächelt ihn leicht schräg an. „Ich würde dich dafür gerne mit ins Bett nehmen”, sagt er leise, und fügt nach einem kurzen Moment an: „Ich hab es schon frisch bezogen”, als würde Adam das nicht wissen, als wäre es nicht üblich, dass Leo ein bis zwei Maschinen Bettwäsche am Wochenende macht.

Aber Adam will nun wirklich nicht über Wäsche nachdenken. Er steht ungelenk auf und zieht Leo mit sich. Würde ihn zu gerne in einen Kuss ziehen und traut sich doch nicht. Was absolut lächerlich ist, hat er Leo doch gerade einen geblasen, hat Leo ihn selbst doch vorhin geküsst. Aber diese Hitze des Augenblicks ist jetzt vergangen, Leo ist gekommen und auch wenn Adams Verlangen unter seiner Haut prickelt, so sind da doch wieder die Zweifel.

Er braucht diesen Orgasmus, er braucht Leo, aber er braucht vor allem Sicherheit. Er nennt sich selbst einen Idioten, als er Luft holt und fragt: „Bleibst du heute Abend hier?”

Leo sieht ihn undurchdringlich an. „Es ist Sonntag. Ich geh sonntags nie weg.”

„Oh.” Das ist auch eine Antwort. Adam weiß nicht, wo er hinschauen soll. Sein Griff an Leos Handgelenk wird kraftlos.

Leo dreht seine Hand, nimmt Adams in seine. Ein leises Lächeln umspielt seine Lippen. „Nein, du Idiot, natürlich bleib ich hier. Auch nächstes Wochenende, und alle danach, wenn das für dich okay ist. Und jetzt komm ins Bett.”

 

 

Notes:

Diese Reihe (ja, pssst, das wird eine Reihe) ist zum einen inspiriert von Solars Schürks. Einen ganz lieben Dank an dieser Stelle <3

Zum anderen von wendymarlowe's John and Sherlock’s Kinky First Times.

Ich habe einige Ideen für Getting Together One Shots (manche kinky, manche nicht, aber alle smutty), die ich hier in einer Reihe zusammenfassen werde.

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